Stefan Tiemann

Im Potsdamer Technologie- und Gewerbezentrum fand der erste RFT-Breitbandworkshop statt.

Im Rahmen der Veranstaltung "Breitbandausbau im Land Brandenburg und Förderung des Bundes" referierten neben Stefan Tiemann, Geschäftsführer der RFT kabel GmbH, Vertreter des Breitbandbüro des Bundes und dem Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO) zum gegenwärtigen Stand des Ausbaus, aktuellen Gesetzen und Förderrichtlinien. Breitbandverantwortliche der Brandenburgischen Landkreise, Städte und Kommunen waren der Einladung in hoher Zahl gefolgt.

Stefan Tiemann verdeutlichte, warum Investitionen in zukunftssichere, d. h. Glasfaser-basierte Netztechnologien unerlässlich sind. Die vom Bund für das Jahr 2018 deutschlandweit geforderte Übertragungsrate von 50 Mbit/s, sei im Land Brandenburg bisher nur zur Hälfte erreicht. “Es gibt leider noch viele weiße Flecken auf der Landkarte, vorallem in den ländlichen Bereichen” betonte der RFT-Geschäftsführer. “Diese Regionen verlieren den Anschluss an die digitale Gesellschaft und folglich an Attraktivität als Wirtschaftstandort.”

RFT-Breitbandworkshop

Zudem seien “die Breitbandziele des Bundes schon überholt”, warnte Tiemann eindringlich. “Wir werden nicht erst in fünfzig Jahren in einer Gigabit-Gesellschaft leben, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit in acht bis neun Jahren.” Diese Entwicklung werde durch datenintensive Anwendungen beschleunigt. Als Beispiele nannte er u. a. Datenverfügbarkeit in Echtzeit, vernetzte Mobilität, Anwendungen im Gesundheitsbereich, Smart-Funktionen im häuslichen Bereich und Industrie 4.0. “Wenn wir im Gigabit-Bereich ankommen, müssen die infrastrukturellen Vorraussetzungen stimmen. Deshalb müssen wir uns jetzt rüsten”, so der Netzbetreiber.

Die Teilnehmer/innen zeigten sich mit der Veranstaltung zufrieden. Eine Fortsetzung des Workshops wurde begrüßt.

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